Monofunktionale Bürostädte im Spannungsfeld zwischen Erhalt und Weiterentwicklung

Fachsymposium

Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburger Architektur Sommer 2019

Angesichts begrenzter Flächenpotentiale der Städte rücken städtische Bürostandorte, die in Deutschland während der 1970er Jahre häufig auf der grünen Wiese mit einer monofunktionalen Nutzung geplant wurden, in den Fokus zukünftiger Stadtplanung. Als Zeitzeugen damaliger Leitbilder und Arbeitsweisen werden solche Bürostädte als schützenswert erachtet und als Ensembles mitunter unter Denkmalschutz gestellt. Heute wird angestrebt, die monostrukturierten und nach Nutzungen getrennten Standorte um weitere Funktionen zu ergänzen und nach außen zu öffnen, um sie für potenzielle Nutzergruppen und nicht zuletzt für Fachkräfte attraktiver zu gestalten. Die Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung der Quartiere sind angesichts ihrer meist guten Lage und der verkehrlichen Infrastruktur ideal.

Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen möchten wir gemeinsam mit Ihnen in einem Fachsymposium erörtern, wie Quartiere und Verwaltungsgebäude der 1970er Jahre unter Berücksichtigung der zentralen standortspezifischen Anforderungen städtebaulich weiterentwickelt werden können.

Der erste Themenblock „Umnutzung als Werkzeug der Stadtentwicklung“ zeigt unterschiedliche Herangehensweisen einer „Umnutzung“. Erfahrungen im Umgang mit dem Wandel von Gewerbebauten, dem Denkmalschutz oder der Konversion von Industriearealen fließen ein.
Der zweite Themenblock „Wandel von Bürostädten“ beinhaltet zwei Fallbeispiele, das Lyoner Quartier in Frankfurt und das Quartier Seestern in Düsseldorf. In Diskussionsrunden zu den beiden Themenblöcken werden die unterschiedlichen Ansätze erörtert.

Im Diskurs gilt es, gemeinsam Antworten auf relevante Fragen an künftige Planinhalte und vor uns liegende Planungsprozesse im Spannungsfeld von Wirtschaft, Stadtentwicklung und Denkmalschutz zu finden.


Ort des Symposiums: Vortragssaal im Haus Vattenfall.

Wann:  Mittwoch, den 5. Juni 2019 | 15.00 bis ca. 21.30 Uhr

Wo:  Haus Vattenfall, Überseering 12, 22297 Hamburg – Vortragssaal

Veranstalter:  GIG City Nord GmbH | Kapstadtring 10 | 22297 Hamburg

Organisation:  D&K drost consult GmbH | Kajen 10 | 20459 Hamburg

Teilnehmerzahl:  max. 185 Personen

Teilnahmegebühr: 30,00 € (Schüler und Studenten: kostenfrei)

Programm:

15:00   Begrüßung – Uwe Mohrmann, Sylvia Soggia (GIG City Nord)
15:05   Einführung – Uwe Drost (D&K)

15:10   Begriff der Bürostadt
Historie und Gegenwart der Bürostadt – Franz-Josef Höing (Oberbaudirektor Hamburg)

15:40   Pause

15:50   Umnutzung als Werkzeug der Stadtentwicklung

  • Philips-Haus, Wien – Josef Weichenberger, JWA, Wien
  • Atelierhaus Dubsstraße – Roger Boltshauser (Boltshauser Architekten AG, Zürich)
  • Sartorius Quartier, Göttingen – Peter Jorzick (HTP Hamburg Team, Hamburg)
  • EDGE Technologies – Frank Hermanns (EDGE Technologies GmbH, Berlin)
  • Denkmalschutz – Andreas Kellner, Denkmalschutzamt Hamburg

17:05   Pause (Kaffee und Kuchen)

17:40   1. Diskussionsrunde

  • Mit Franz-Josef Höing, Andreas Kellner, Josef Weichenberger, Roger Boltshauser, Peter Jorzick, Frank Hermanns

18:10   Pause

18:20   Wandel von Bürostädten – zwei Fallbeispiele

Lyoner Quartier, Frankfurt a. M.

  • Jan Schulz (bb22 architekten+stadtplaner, Frankfurt a. M.)
  • Florian Kraft (STEFAN FORSTER Architekten, Frankfurt a. M.)

Quartier Seestern, Düsseldorf

  • Kay Wilisch (Lengfeld & Wilisch Architekten PartG mbH, Darmstadt)

19:20   Pause

19:30   2. Diskussionsrunde

  • Mit Franz-Josef Höing, Andreas Kellner, Jan Schulz, Stefan Forster, Kay Wilisch

ab 20.00   Get Together

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