Bauprojekte und Projektplanungen

HANSAINVEST plant Neubau am Kapstadtring

© Barkow Leibinger Architekten, Berlin
© Barkow Leibinger Architekten, Berlin

Die HANSAINVEST Real Assets GmbH plant einen weiteren Büroneubau in der Hamburger City Nord. Bereits im Jahr 2016 stellte das Tochterunternehmen der SIGNAL IDUNA das so genannte „Ü8“, ein Bürohaus am Kapstadtring 7, fertig. Nun soll auch das Areal in direkter Nachbarschaft am Kapstadtring 5 neu bebaut werden.

Für die Neubebauung wurde ein hochbauliches Werkstattverfahren durchgeführt. Der Entwurf der Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten, Berlin/New York gewann den ersten Platz. Das Konzept sieht drei Hausscheiben vor, die in der Höhe von 30 bis 60 Metern variieren. Die Fassade wird klassisch mit Fensterbändern und einer Gliederung durch schlanke, extrudierte Aluminium-Aufsatzprofile gestaltet. Das hervortretende Hauptraster wird jedoch an den drei Gebäudescheiben unterschiedlich angeordnet, so dass ein subtiles Fassadenspiel entsteht, das dem Gebäude eine elegante und repräsentative Erscheinung verleiht.

Das Ziel der Architekten ist es, ein schlichtes, elegantes Haus mit klarem Ausdruck zu schaffen, das sich in den städtebaulichen und architektonischen Kontext der City Nord jedoch zurücknimmt und harmonisch einfügt.

Im Ergeschoss wird ein kommunikativer Bereich mit Konferenz- und Schulungsräume sowie einem Café mit Außenbereich geschaffen. Insgesamt sollen die Baukörper mit mindestens 28.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche realisiert werden. Eine zweigeschossige Tiefgarage ist ebenfalls vorgesehen.

Die höhere Bebauungsdichte, die von den Richtlinien des für die City Nord noch allgemein gültigen Bebauungsplan Winterhude 7 aus dem Jahr 1986 abweicht, setzt für dieses Areal einen neuen Bebauungsplan voraus. Das Verfahren wurde bereits gestartet.

Am Kapstadtring 5 befindet derzeit ein Bestandsgebäude der SIGNAL IDUNA aus dem Jahr 1979. Der nicht mehr zeitgemäße sechsgeschossige Baukörper mit dem  Achteckraster soll noch in diesem Jahr abgerissen werden. Der Bau für das neue Bürohaus wird voraussichtlich 2019 beginnen. Mit einer Fertigstellung ist 2021 zu rechnen.

Mieter für den Neubau wird die SIGNAL IDUNA sein. Die rund 700 Mitarbeiter, die derzeit an dem Standort arbeiten, sollen auch zukünftig hier untergebracht werden. In der Zwischenzeit finden sie einen Interimsarbeitsplatz in unmittelbarer Nachbarschaft im Vattenfall-Haus. Der Umzug ist für den Sommer 2018 geplant. Der Mietvertrag über drei Jahre und mit einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern zwischen der SIGNAL IDUNA und Vattenfall ist aktuell einer der größten Vertragsabschlüsse in Hamburg.

Neuplanung Ü30 - Ipanema

© KBNK Architekten / Bloom Images
© KBNK Architekten / Bloom Images
© KBNK Architekten / Bloom Images

Seit Jahren stellt sich die Frage um die Zukunft der ehemaligen Oberpostdirektion am Überseering 30. Das Gebäude, das aufgrund veralteter Brandschutzmaßnahmen nicht mehr genutzt werden kann, steht seit Ende 2015 leer.

Lange beschäftigte sich die Benino Investments Limited & Co. mit Sitz in Berlin mit der Neuplanung zur Gestaltung des Areals. Der ehemalige Eigentümer lobte im Sommer 2015 in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord einen zweistufigen Realisierungswettbewerb aus, an dem folgende Teilnehmer sich beteiligten:

- Tim Hupe Architekten, Hamburg
- KBNK Architekten, Hamburg
- Carsten Lorzenzen, Kopenhagen/Berlin
- KSP J. Engel Architekten, Braunschweig
- MVRDV, Rotterdam
- POLYFORM ARCHITEKTER APS, Kopenhagen

Ziel des Wettbewerbsverfahrens war die Entwicklung eines städtebaulichen Konzepts für das Areal Überseering 30.

Als Sieger ging das Hamburger Büro KBNK Architekten hervor. Der Entwurf sieht eine interessante Mischlösung für Wohnen und Büro vor, die sich durch signifikante Baukörper mit spannenden Blickbeziehungen auszeichnet. Oberirdisch sollen insgesamt ca. 66.000 m² Bruttogeschossfläche entstehen. 48.000 m² davon für den Wohnungsbau, der zu einem Drittel geförderter Wohnungsbau sein wird, und 18.000 m² für Gewerbeflächen. Das Investitionsvolumen wird ca. 200 Mio. Euro betragen.

"Hier entsteht ein Solitär, der als Bereicherung für das Gesamtensemble City Nord angesehen werden darf", so GIG-Geschäftsführer Uwe Mohrmann.

Auf Grundlage dieser Planung wird zur Zeit ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren durchgeführt, das Mitte 2017 zum Abschluss gebracht werden soll. Der Abriss der ehemaligen Oberpostdirektion ist schon für Anfang 2017 geplant. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz.

Am 14. Januar 2016 wurde das Grundstück am Überseering 30 verkauft. Erwerber ist ein Joint Venture, bestehend aus der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH, der Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung mbH und die Berliner Christmann Gruppe.

My4walls - Eröffnung im Mai 2018

© ISARIA Wohnbau AG

Das Gebäude am Kapstadtring 1zu revitalisieren, war eine herausfordernde Aufgabe für das Hamburger Büro Mevius Mörker Architekten. Erbaut von den Architekten Peter neve und Herbert Sprotte steht es beispielhaft für die damalige leichte, filigrane Bauweise, die den typischen Übergang der Architektur von den 1950er in die 1960er Jahre zeigt. Architektur und das Erscheinungsbild des Hauses, das seit 2013 unter Denkmalschutz steht, sollten erhalten bleiben.

Es war das erste Gebäude in der City Nord, dass am 6.6.1966 von der Claudius Peters AG bezogen wurde. Der Spezialist für Schüttgut- und Verfahrenstechnik verließ 1988 die City Nord, um die Verwaltung direkt an seine Produktionsstätte in Buxtehude zu verlegen. Zeitgleich bezog das Hamburger Landesgericht das Bürohaus. Im Jahr 2000 kam das Sozialgericht Hamburg dazu. Die Gerichte nutzten das Gebäude über zehn Jahre. Ende 2012 zogen sie aus. Seitdem stand das Gebäude leer.

Zwischenzeitlich wechselte das Gebäude die Eigentümer. Im Frühjahr 2014 erwarb die ISARIA Wohnbau AG das Gebäude mit der Idee, dieses in einen Wohnungsbau umzuwandeln. Doch da für dieses Vorhaben der Bebauungsplan in einem langwierigen Verfahren hätte geändert werden müssen, dachte das Unternehmen um und trifft mit der neuen Idee, den Unternehmen in der City Nord ein Boardinghouse zu bieten, den Nerv der Zeit.

Im August 2015 stellte das Unternehmen den entsprechenden Bauantrag. Seit Mai 2016 liegt die Baugenehmigung für gewerbliches Wohnen vor. Im dritten Quartal 2016 begann die umfangreiche Baumaßnahme, die in engster Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt durchgeführt wird. Dabei wurde das Gebäude komplett entkernt, die Fenster wurden erneuert. In seiner Außenansicht ist das Gebäude jedoch von seiner ursprünglichen Ansicht kaum zu unterscheiden.

Insgesamt entstanden 143 Appartments mit einer gehobenen Ausstattung. Die durchschnittliche Zimmergröße beträgt 30 m2. Die Nutzfläche beträgt 8.500 m2.

Das Boardinghouse, das unter dem Namen my4walls firmiert, wird im Mai 2018 eröffnet. Die ISARIA schloss mit der Bierwirth & Kluth Hotelmanagement GmbH einen Managementvertrag. Das Hotelunternehmen betreibt das neue Holiday Inn vis à vis, das im 4. Quartal 2017 eröffnet wurde.

Jüngste Neubauten

Auf dem 23.000 qm großen Grundstück der ehemaligen BP-Zentrale sind die jüngsten Neubauten in der City Nord entstanden. Der Neubau des Vier-Sterne-Hotels Holiday Inn sowie die neue Zentrale der Deutschen Telekom geben der City Nord am Eingangstor Jahnring ein neues Gesicht. Die Abrissarbeiten der alten BP-Zentrale dauerten von Herbst 2014 bis Januar 2015. Die Fertigstellung des Bürohauses Deutsche Telekom erfolgte Ende 2016. Das Holiday Inn wurde im Herbst 2017 eröffnet. Das gesamte Bauvorhaben war die TAS KG verantwortlich.

Holiday Inn Hamburg - City Nord

Mit 19 Geschossen und 66 Metern Höhe überragt die Ellipse am Kapstadtring 2 a alle Gebäude in der City Nord. Das Gebäude fasziniert aufgrund seiner Höhe, Form und der freundlich hellen Fassade, in der die Fenster im ungleichen Raster die klare Struktur auflockern.

Das Vier-Sterne-Hotel Holiday Inn wurde im Oktober 2017 eröffnet und gilt als der zurzeit größte Hotelneubau in Hamburg. Die Grundsteinlegung wurde am 26. August 2015 gefeiert. Die Bauzeit betrug insgesamt drei Jahre. Auf dem Gelände, das zuvor unbebaut war, befanden sich einst die Parkplätze für die BP-Mitarbeiter.

Mit einer Gesamtfläche von 17.200 Quadratmeter verfügt das Hotel über 297 komfortable und familienfreundliche Zimmer und Suiten in den Größen von 23 bis zu 50 m2, zwölf Veranstaltungsräume und einem Wellnessbereich in der 18. Etage mit Weitblick.

Pächter und Betreiber ist das Wiesbadener Unternehmen Bierwirth & Kluth Hotel Management GmbH, das bereits fünf Vier-Sterne-Hotels in Deutschland, Österreich und Italien betreibt. Das weltweit führende Hotelunternehmen Intercontinental Hotels Group (IHG) ist Franchisegeber des Hotels.

Deutsche Telekom

Die neue Zentrale der Deutschen Telekom präsentiert sich in klassicher Kammstruktur mit abgerundeten Gebäudeecken, die an die Architektur der 1970er Jahre anmuten. Das Bürogebäude nach einem Entwurf von ksp Jürgen Engel Architekten bietet in neun Geschossen eine Bruttogeschossfläche von 36.000 Quadratmetern.

Das Richtfest wurde am 15. April 2016 gefeiert. Schon im Sommer 2016 zog die Deutsche Telekom mit rund 2.150 Mitarbeitern als alleiniger Mieter ein. Bauherr war die TAS KG, die das Gebäude bereits vor Fertigstellung an Amundi verkaufte.

Im Zuge des Neubaus für die Telekom ließ die TAS im Zentrum am Überseering 3 auch das Parkhaus revitalisieren. Das Gebäude gehörte früher zum Eigentum der BP und wurde durch das Denkmalamt im Jahr 2013 zusammen mit dem BP-Haus unter Denkmalschutz gestellt. Für das BP-Haus lag jedoch schon eine Abrissgenehmigung vor.

Neubau Ü8

© Hansainvest Real Assets

In den Jahren 2014 bis 2016 entstand am Kapstadtring 7 ein neues Bürogebäude - das so genannte Ü8. Bauherr und Eigentümer ist die Hansainvest Real Assets, ein Tochterunternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe.

Der Entwurf der GRS Reimers Architekten (Elmshorn) zeigt einen interessanten Grundriss, der sich in einer verzogenen Acht mit insgesamt sieben Geschossen erschließt. Zwei 500 m² große Innenhöfe bringen Licht in die innen liegenden Räumlichkeiten. Sie bilden zudem Orte der Entspannung genauso wie drei 250 m² große Gärten, die auf den Geschossen angesiedelt sind und hier den Bau jeweils über zwei Etagen optisch öffnen.

Die Bürofläche auf den Etagen variiert zwischen 2.500 und 3.200 m². Insgesamt beträgt die vermietbare Fläche 19.300 m², die Bruttogeschossfläche rund 22.900 m². In einer zweigeschossigen Tiefgarage werden 285 Stellplätze zur Verfügung gestellt.

Für die Ausführungsplanung, Ausstattung und Bauleitung war das Büro KKP Architekten + Ingenieure verantwortlich.

Hansainvest investierte zwischen 53 und 55 Millionen Euro in den Neubau. Das Haus ist vollständig vermietet unter anderem an Unternehmen aus der Windenergiebranche.

Das Ü8 schloss eine Baulücke, die 2003 entstanden war. Auf dem 6.714 m² großen Grundstück hatte sich zuvor das ehemalige Gebäude der Verwaltungsberufsgenossenschaft befunden, ein Bürokomplex mit reiner Großraumbüronutzung. Im Rahmen einer Zwangsversteigerung hatte die Hansainvest das Grundstück Ende 2003 erworben und das Gebäude abreißen lassen.