Überseering 26

Überplanung des Postbank-Areals

Die Postbank wird im Jahr 2022 die City Nord verlassen. Der neue Eigentümer MAGNA Real Estate plant Großes und lobte 2019 einen Architekturwettbewerb aus, den das Büro Sauerbruch Hutton für sich entscheid. Das Konzept: Ein Großteil des Gebäudes bleibt in der Struktur erhalten, die "graue Energie" wird genutzt.

Bauherr + Eigentümer
Magna Real Estate

Architekten  
Sauerbruch Hutton, Berlin 

Geplanter Baubeginn 
2022

Besonderheit  Nutzung der "grauen Energie"

Grundstück  32.000 m²

Planung  
Büroflächen in 3 Gebäudeteilen, Wohnturm

Gesamt-BGF  136.800 m²

In direkter Nachbarschaft zum Projekt Ipanema wird ein weiteres Großbauvorhaben geplant. Bereits im Jahr 2018 erwarb die Hamburger MAGNA Real Estate AG das 32.000 Quadratmeter große Postbank-Grundstück am Überseering 26 von der DB Privat- und Firmenkunden AG. Die Deutsche Bank mietete das Gebäude zurück, so dass die dort ansässige Postbank – eine Niederlassung der Deutschen Bank AG – noch bis 2022 das Gebäude nutzen wird. Nach deren Auszug und dem Erlangen der Baugenehmigung wird MAGNA voraussichtlich im dritten Quartal 2022 mit dem Bau beginnen.

Die erste Planungsphase ist bereits abgeschlossen. 2019 fand ein Architektenwettbewerb statt, aus dem das Berliner Büro Sauerbruch Hutton als Gewinner hervorging. Es hatte als einziges Büro vorgeschlagen, den gut erhaltenen und soliden Bestand – das Gebäude stammt aus dem Jahr 1985 – nicht gänzlich abzureißen, sondern anzupassen und durch eine Aufstockung in Holzbauweise zu erweitern. Die Hälfte des Hauses wird erhalten, die Struktur geöffnet und die Erschließung dezentralisiert, so dass vielfältige Nutzungen möglich werden. Neben Büros und Gewerbenutzungen sind auch eine Kindertagesstätte und gastronomische Angebote im Erdgeschoss geplant.

Darüber hinaus wird aber auch Neues geschaffen. Im Bereich an der Sydneystraße wird ein 14-geschossiger Wohnturm mit einer Höhe von knapp 50 Metern sowie ein neues Bürogebäude realisiert. In der Gesamtbetrachtung entsteht ein Campus mit vier Baukörpern und einer Bruttogeschossfläche von etwa 136.800 Quadratmeter. In seiner Mitte wird sich ein Platz befinden, der als Treffpunkt und Zuwegung zu den einzelnen Adressen fungiert. Bestehende Höfe werden überdacht und schaffen zusätzliche öffentliche und halböffentliche Räume.

Das Projekt ist durch die Nutzung des Bestands nachhaltig. Im Vergleich zu einem Neubau mit gleicher Fläche wird für den Umbau der Bausubstanz etwa 35 bis 45 Prozent weniger Energie aufgewendet. Auch die Verwendung von Holz in seiner Eigenschaft als CO2-neutrales Baumaterial trägt zu positiven Energiebilanz bei.

David Liebig, Vorstand der MAGNA Real Estate AG: „Unsere Leitlinie ist, die ursprüngliche Idee der City Nord mit markanten Solitären im Grünen zu verwirklichen. So setzen wir nicht nur Maßstäbe bei der ausgewogenen Schaffung von Gewerbeflächen und dringend benötigtem Wohnraum, sondern auch bei der nachhaltigen Projektentwicklung.“

Zeittafel

2019  Architektenwettbewerb
2022  Baubeginn